Bonifacio Cliffs
Route · 7 Tage · RundtörnYachtcharter-Route · Corsica

Ajaccio über Bonifacio & Iles Lavezzi.

Von Ajaccio nach Süden bis Bonifacio und zu den Lavezzi-Inseln: sieben Tage durch den Golf von Valinco, Granittürme und Häfen über den Klippen.

Die Route

Route Tag für Tag

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Ajaccio
Tag 1

AjaccioPorto Pollo

Aus Napoleons Heimathafen auslaufen, das Capo di Muro runden und in den Sandbuchten von Porto Pollo den Anker fallen lassen.

Distanz

13 NM

Segelzeit

~2,6 h bei 5 kn

Auf einen Blick

Die Route auf einen Blick

Beste Saison

Mai – Oktober

Dauer

7 Tage

Abfahrt

Ajaccio

Segelrevier

Corsica

Routenübersicht

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Die ganze Geschichte

Die Reise Tag für Tag

Benannte Ankerplätze, Anlegetipps und Aktivitäten für jede Etappe der Woche — die Karte wandert beim Scrollen mit.

Tag 1 / 7
Ajaccio
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Tag 1

AjaccioPorto Pollo

Proviantieren ist in Ajaccio unkompliziert, deshalb decken sich die meisten Crews vor dem Ablegen in der Markthalle ein. Sobald der Golf achteraus liegt, wird die Küste wilder, während ihr euch nach Süden am Capo di Muro vorbeiarbeitet, gut zwanzig Meilen offenes Wasser, wobei die Nachmittagsthermik meist von achtern einsetzt. Porto Pollo liegt an der Mündung des Golfs von Valinco, ein unaufgeregter Platz mit Sandgrund, der den Anker gut hält. Das Hafenbüro ist wirklich hilfsbereit und geht auch ans Funkgerät, was viel wert ist, wenn man spät ankommt. Vor dem Abendessen noch ein Sprung vom Heck: Das Wasser ist hier ruhig und flach genug für die erste Nacht. Wir laufen in Ajaccio meist am späten Vormittag aus, um mit Licht im Rücken in der Bucht zu sein und das Schiff in Ruhe einzufahren.

Unternehmungen

Vor dem Ablegen in Ajaccios Markthalle einkaufen

Im Flachwasser vor Porto Pollo schnorcheln

In der Bucht von Porto Pollo ein Windsurfbrett mieten

Sundowner in einer Strandbar von Porto Pollo

Anlegetipp

Porto Pollo bietet guten Halt auf Sand in 3-5 Metern; ankert vor dem Strand, statt euch am kleinen Steg zu drängen, und ruft im Juli das Hafenbüro über UKW, wenn ihr eine Mooringleine oder einen Liegeplatz wollt.

Bonifacio Cliffs
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Tag 2

Porto PolloCampomoro

Das ist einer der kürzeren Schläge der Woche, kaum zwei Stunden, wenn der Wind mitspielt, es eilt also nicht mit dem Ablegen. Campomoro schließt die Südseite des Golfs von Valinco ab, ein Dorf aus Granithäusern, das sich den Charakter eines Fischernests bewahrt hat. Der sternförmige Turm auf der Landzunge ist der größte Korsikas und die zwanzig Minuten Fußweg hinauf allemal wert, schon wegen des Blicks zurück über den Golf. Bei beständigem Wetter ist das Ankern unkompliziert, mit gutem Sandgrund vor dem Strand. Behaltet aber den Wetterbericht im Auge: Die Bucht ist nach Südwesten offen, und ein Libeccio schickt die Dünung direkt hinein. Beim Schnorcheln an den Felsen am Nordende gibt es reichlich Fisch zu sehen. An Land servieren ein paar kleine Restaurants den Fang des Tages, wenige Schritte vom Wasser entfernt.

Unternehmungen

Zum sternförmigen Turm von Campomoro hinaufsteigen

An den Felsen am Nordende der Bucht schnorcheln

Dem Küstenpfad hinter dem Turm folgen

Fangfrischer Fisch im Restaurant direkt am Strand

Anlegetipp

Ankert auf Sand vor dem Strand in 4-6 Metern, aber behandelt Campomoro als reinen Schönwetterplatz. Ist über Nacht ein südwestlicher Libeccio angesagt, rollt die Bucht unangenehm, und Porto Pollo oder Propriano sind die sichereren Ausweichhäfen.

Ajaccio
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Tag 3

CampomoroTizzano

Südlich von Campomoro wird die Küste einsam, im Rücken die Macchia des Schutzgebiets Senetosa mit seinen beiden Leuchttürmen. Tizzano taucht als schmaler Einschnitt auf, leicht zu übersehen, bis man fast davorsteht. Der Hafen selbst nimmt Boote unter zehn Metern; alles Größere ankert vor der Mole in der Bucht, wo das Wasser klar über Sand und Kraut steht. Es ist ein kleiner Ort: eine Handvoll Häuser, ein Lebensmittelladen zum Auffüllen und zwei, drei Restaurants, die stark auf den örtlichen Fang und den Wein aus Sartene setzen. Viel passiert hier nicht, und genau darum geht es nach ein paar belebten Häfen. Wir legen diesen Schlag oft auf den späten Vormittag, damit die Nachmittagssonne auf dem Ankerplatz steht. Mit dem Beiboot an Land, früh zu Abend essen und zusehen, wie die Fischerboote einlaufen.

Unternehmungen

In Tizzanos klarer Bucht ankern und schwimmen

Fangfrischer Fisch am Hafen

Zum Abendessen ein Roter aus Sartene

Vorräte im Laden von Tizzano ergänzen

Anlegetipp

Der winzige Hafen passt nur zu Booten unter etwa 10 m; größere Yachten ankern vor dem Steg in 3-5 m auf Sand. Grabt den Anker gut ein und prüft den Schwojkreis, denn die Bucht ist eng und in der Saison voller lokaler Muringbojen.

Bonifacio
4
Tag 4

TizzanoBonifacio

Der heutige Schlag ist der exponierteste der Reise: Ihr rundet die Südwestecke, wo die Straße von Bonifacio den Wind zwischen Korsika und Sardinien hindurchpresst. Libeccio oder Mistral können über dreißig Knoten zulegen, deshalb prüfen wir den Wetterbericht schon am Vorabend und laufen früh aus, um dem Aufbriesen am Nachmittag zuvorzukommen. Der Lohn ist die Ansteuerung. Von See wirkt die Einfahrt wie ein bloßer Spalt in weißen Kalkfelsen, unsichtbar, bis man dicht heran ist, dann knickt die Calanque nach steuerbord ab und der Hafen öffnet sich unter der Altstadt. Bonifacio klebt oben auf der Klippe, lauter hohe Häuser und genuesische Wehrmauern. Die Marina ist im Juli und August schnell voll, also rechtzeitig reservieren. Sobald ihr fest liegt: die Treppen hinauf in die Haute Ville, ein Drink auf den Wällen und zum Sonnenuntergang der Weg hinaus zum Friedhof Bosco.

Unternehmungen

Über die Wehrmauern der Haute Ville laufen

Die Treppe des Königs von Aragon hinabsteigen

Sonnenuntergang am Klippenfriedhof Bosco

Aperitif auf einer Terrasse der Marina von Bonifacio

Anlegetipp

Reserviert die Marina von Bonifacio für Juli und August im Voraus; ihr liegt mit dem Heck zum Kai an Mooringleinen, das Hafenteam ist auf den Stegen unterwegs. Ist alles belegt, kosten die Bojen in der Calanque de la Catena gleich davor rund 25 Euro für einen Einrumpfer.

Iles Lavezzi
5
Tag 5

BonifacioIles Lavezzi

Der Lavezzi-Archipel liegt nur wenige Meilen östlich von Bonifacio, so nah, dass es beim Timing um den Wind geht und nicht um die Distanz. Es sind flache Granitinseln, zu runden Blöcken verwittert, und die ganze Gruppe liegt im Naturschutzgebiet Bocche di Bonifacio. Cala di Greco auf der Nordseite ist der übliche Ankerplatz, mit einem Sandfleck zum Fallenlassen und Bojen daneben, die den Ausflugsbooten aus Bonifacio vorbehalten sind, die also frei lassen. Das Schnorcheln rund um Cala Lazarina und Cala di u Grecu ist das beste der Woche: Granitrinnen voller Fische im glasklaren Flachwasser. Achtet auf die markierten Ankerverbotszonen, mit gelben Bojen abgesteckt, um das Seegras zu schützen. Das ist ein Tagesstopp; der Ankerplatz liegt offen, deshalb gehen die meisten Crews vor Einbruch der Dunkelheit wieder in Deckung.

Unternehmungen

In den Granitrinnen der Cala Lazarina schnorcheln

Vor der Cala di Greco ankern und schwimmen

Auf dem Pfad zu den Gedenkstätten der Lavezzi

In der Cala di u Grecu nach Fischen Ausschau halten

Anlegetipp

Ankert auf den Sandflecken der Cala di Greco in 3-6 m und haltet gebührend Abstand zu den gelb betonnten Schutzzonen. Es ist ein reiner Schönwetter-Tagesankerplatz, offen für Dünung, plant also, vor dem Abend zurück in Bonifacio oder auf dem Weg nach Norden zu sein.

Propriano
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Tag 6

Iles LavezziPropriano

Hier kommt der große Meilenfresser der Woche, ein langer Kreuz- oder Raumschotkurs von der Meerenge zurück in den Golf von Valinco. Früh raus. Mit dem vorherrschenden Südwest tragt ihr womöglich über weite Strecken einen ordentlichen Segelwinkel, aber der Schlag liegt offen und ist in der leichteren Morgenluft besser aufgehoben als in der voll aufgedrehten Nachmittagsthermik. Am Kopf des Golfs wartet Propriano, ein echter Ferienort mit großer Marina, Cafés und Restaurants entlang des Kais und einem Hafenmeister, der euch an den Steg bringt. Nach den wilden Ankerbuchten des Südens wirkt das fast geschäftig. Hier neu proviantieren, Wäsche waschen und an Land essen; die Lokale an der Uferpromenade machen guten gegrillten Fisch, und es gibt echte Auswahl. Ein bequemer, geschützter Liegeplatz, um vor dem letzten Schlag nach Hause durchzuatmen.

Unternehmungen

Am Kai von Propriano neu proviantieren

Gegrillter Fisch im Lokal an der Uferpromenade

Abendbummel über die Marinapromenade

Baden an Proprianos Plage du Lido

Anlegetipp

Ruft Proprianos Capitainerie bei der Ansteuerung wegen eines Liegeplatzes; das Hafenteam nimmt euch am Steg in Empfang, Wasser und Strom liegen an. Eine gut geschützte Marina und ein guter Ort, um einen draußen aufziehenden Libeccio abzuwettern.

Ajaccio
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Tag 7

ProprianoAjaccio

Der Heimweg führt noch einmal an der exponierten Landspitze Capo di Muro vorbei, bevor die Küste in den Golf von Ajaccio übergeht. Rund dreißig Meilen sind es, also lauft rechtzeitig los, vor allem wenn ihr einen festen Rückgabetermin habt; Charterbasen wollen das Schiff meist am Abend oder am nächsten Morgen zurück. Wenn es zeitlich passt, spricht viel für einen letzten Badestopp in einer Bucht vor der Stadt, Portigliolo oder die Strände unterhalb von Coti-Chiavari, bevor der Trubel der Marina losgeht. Ajaccio selbst verdient einen Nachmittag, wenn ihr ihn habt. Die Altstadt und Napoleons Geburtshaus, die Zitadelle und ein letztes Abendessen an Land runden die Woche schön ab. Wir tanken und klarieren das Schiff meist schon am Vorabend der Übergabe, damit der letzte Morgen entspannt bleibt und niemand der Uhr hinterherläuft.

Unternehmungen

Letztes Bad am Strand von Portigliolo

Napoleons Geburtshaus Maison Bonaparte besichtigen

Durch Ajaccios Altstadt und die Zitadelle streifen

Abschiedsessen am Kai von Ajaccio

Anlegetipp

Tankt auf, bevor ihr an den Charterliegeplatz in Ajaccio zurückkehrt, und bestätigt Übergabezeit und Steg mit der Basis. Seid möglichst bei Tageslicht längsseits; zur Wechselzeit ist die Marina voll und der Platz zum Manövrieren knapp.

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