Montenegro
Route · 7 Tage · RundtörnYachtcharter-Route · Montenegro

Porto Montenegro (Tivat) über Kotor & Budva.

Entspannte 7-Tage-Route ab Porto Montenegro in Tivat über Kotor, Perast, Herceg Novi und Budva – ruhige Ankerplätze und frischer Fisch aus der Boka.

Die Route

Route Tag für Tag

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Kotor
Tag 1

Porto Montenegro (Tivat)Kotor

Entspannt aus dem Superyachthafen von Tivat auslaufen und durch die Enge von Verige zur ummauerten Stadt Kotor unter ihrem Hausberg.

Distanz

3 NM

Segelzeit

~0,6 h bei 5 kn

Auf einen Blick

Die Route auf einen Blick

Beste Saison

Mai – Oktober

Dauer

7 Tage

Abfahrt

Porto Montenegro (Tivat)

Segelrevier

Montenegro

Routenübersicht

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Die ganze Geschichte

Die Reise Tag für Tag

Benannte Ankerplätze, Anlegetipps und Aktivitäten für jede Etappe der Woche — die Karte wandert beim Scrollen mit.

Tag 1 / 7
Kotor
1
Tag 1

Porto Montenegro (Tivat)Kotor

Die Übernahme in Porto Montenegro frisst gut einen halben Vormittag, wenn man Einweisung und einen ordentlichen Proviant-Einkauf einrechnet – vor elf laufen wir selten aus. Die innere Bucht liegt an den meisten Morgen spiegelglatt, und die Passage durch die Enge von Verige ist genau der ruhige Schlag, bei dem sich eine neue Crew einspielen kann. Kotor liegt ganz am Ende der Bucht, seine Steinmauern an eine graue Kalksteinwand geheftet. In der Stadtmarina festmachen und dann durch das Meerestor direkt in die Altstadt. Wenn die Beine mitmachen, belohnt der Aufstieg zur Festung St. Johannes mit der ganzen Bucht zu Füßen; am besten am späten Nachmittag, wenn die Hitze nachlässt. Zum Abendessen sind es nur ein paar Schritte über abgelaufene Marmorplätze.

Unternehmungen

In der Dämmerung zur Festung St. Johannes aufsteigen

Durch das Meerestor in die Altstadt

Vor dem Ablegen in Porto Montenegro komplett bunkern

Abenddrinks auf Kotors Marmorplätzen

Anlegetipp

Im Juli und August den Liegeplatz in der Marina Kotor vorbuchen, denn der Kai ist am frühen Nachmittag voll. Ankern in der inneren Bucht ist heikel, weil nachts harte Fallböen von den Bergen kommen – die Marina ist die sicherere Wahl.

Perast
2
Tag 2

KotorPerast

Das ist der kürzeste Schlag der Woche, kaum eine Stunde unter Segeln – kein Grund, das Frühstück zu hetzen. Eine richtige Marina hat Perast nicht, nur eine Reihe Muringbojen vor der Uferpromenade und einen kurzen Stadtkai, der früh belegt ist. Boje schnappen, Dinghi zu Wasser und hinüber nach Gospa od Škrpjela, Unsere Liebe Frau vom Felsen. Die Insel selbst wurde über Jahrhunderte von Hand aufgeschüttet: Ballaststeine und versenkte Boote auf einem Riff, bis Platz für eine Kirche war. Drinnen hängen Dutzende Votivbilder von Seeleuten, die heimgekommen sind. An Land ist der Ort ein einziges Band venezianischer Steinhäuser, autofrei. Wir reservieren meist einen Tisch in der Konoba Otok Bronza und schauen zu, wie das Licht über dem Wasser weich wird.

Unternehmungen

Mit dem Dinghi hinüber nach Gospa od Škrpjela

Die Votivbilder in der Inselkirche ansehen

Abendessen auf der Terrasse der Konoba Otok Bronza

Perasts autofreie Steinpromenade entlangbummeln

Anlegetipp

Das Bojenfeld von Perast ist klein und nicht reservierbar – wer eine Boje will, ist am frühen Nachmittag da; der kurze Stadtkai bietet wenig Tiefe und Platz. Bei Nordwind kann es an den Bojen vor der Landspitze unruhig werden.

Herceg Novi
3
Tag 3

PerastHerceg Novi

Heute wird endlich richtig gesegelt. Sobald der Maestral gegen Mittag einsetzt, ist der Weg nach Westen durch die ganze Bucht und zurück durch die Enge von Verige ein sauberer Raumschotskurs, mit ordentlicher Brise vielleicht drei Stunden. Herceg Novi bewacht die Einfahrt, wo die Bucht auf die offene Adria trifft. Die Altstadt steigt in Terrassen direkt aus dem Wasser auf, lauter Treppen und schattige Gassen – leichte Schuhe einpacken, die Aussicht muss man sich erlaufen. Forte Mare, die Seefestung ganz unten, stammt aus dem 14. Jahrhundert und dient im Sommer als Freiluftkino. Der Stadthafen ist klein und oft voll; wenn nichts frei ist, hält der Ankerplatz gleich östlich davon gut auf Schlick in rund acht Metern. Kaffee unter den Palmen am Hauptplatz gehört hier zum Ritual.

Unternehmungen

Die Treppengassen der Altstadt erklimmen

Die Seefestung Forte Mare besichtigen

Kaffee unter den Palmen am Hauptplatz

Baden vom Boot nahe der Buchteinfahrt

Anlegetipp

Port Herceg hat nur rund siebzig Liegeplätze und ist in der Saison voll – also vorher anrufen oder früh da sein. Sonst gleich östlich der Stadt in sieben bis zehn Metern auf Schlick ankern; das hält gut und schützt vor dem vorherrschenden Nordwest.

Herceg Novi
4
Tag 4

Herceg NoviZanjice

Zwischen Herceg Novi und Zanjice liegen knapp vier Meilen, also lasst euch für die Überfahrt den ganzen Vormittag Zeit und legt unterwegs eine Badepause ein. Zanjice ist ein geschwungener Kiesstrand an der Küste von Lustica, dort wo sich die Bucht zum offenen Meer öffnet. Zur Mittagszeit wird es voll mit Ausflugsbooten, gegen Abend leert es sich wieder. Mit dem Beiboot oder einem Wassertaxi geht es um die Ecke zur Blauen Grotte, einer niedrigen Höhle, in der das Licht das Wasser leuchtend blau färbt; die Einfahrt ist eng und nur wenige Meter tief, also nur bei ruhiger See hineinfahren. Mamula, die runde Inselfestung vor der Landspitze, ist eine langsame Vorbeifahrt wert. Das hier ist ein Schönwetter-Ankerplatz und keine Marina, offen sobald der Wind auf Süd dreht – Ankerwache gehen und bereit sein, zu verholen.

Unternehmungen

Mit dem Beiboot zur Blauen Grotte und hineinschwimmen

Zum Lunch vor Zanjices Kiesstrand ankern

Langsame Runde um die Inselfestung Mamula

Im klaren Wasser vor Lustica schnorcheln

Anlegetipp

Zanjice ist ein offener Ankerplatz und nur bei ruhigem, beständigem Wetter zu empfehlen; auf Sand und Seegras ankern und den Anker gut eingraben. Am frühen Nachmittag da sein, bevor die Ausflugsboote die besten Plätze belegen, und über Nacht ein Auge darauf haben, wenn Südwind angesagt ist.

Budva
5
Tag 5

ZanjiceBudva

Heute ist Schluss mit geschütztem Wasser. Hinter der Spitze von Lustica liegt die offene Küste, meist mit mehr Dünung und beständigerer Brise – ein früher Start zahlt sich aus, bevor der Nachmittagswind auffrischt. Bis Budva sind es je nach Wind gut drei bis vier Stunden die Küste hinunter. Die Marina liegt direkt an der Altstadtmauer, man steigt vom Boot praktisch in die mittelalterlichen Gassen. Das ummauerte Viertel ist kompakt und fotogen, ringsum Sandstrände, die im Juli schnell voll sind. Budva ist außerdem die Partyhauptstadt der Küste – wer leicht schläft, nimmt besser einen Liegeplatz abseits der Bars. Zum ruhigeren Baden liegt die Insel Sveti Nikola direkt vorgelagert, und die Postkarteninsel Sveti Stefan ist ein kurzer Schlag nach Süden.

Unternehmungen

Budvas mittelalterliche Mauern im goldenen Licht abgehen

Vor der Insel Sveti Nikola zum Baden ankern

An der Insel Sveti Stefan vorbeisegeln

Nach Einbruch der Dunkelheit durch die Altstadtbars

Anlegetipp

Die Marina Budva ist groß, im Sommer aber sehr voll – Liegeplatz vorher reservieren. Wer Ruhe will, fragt nach einem Steg abseits der Altstadtbars. Ankern vor Sveti Stefan klappt nur bei ruhigem Wetter, die Bucht ist offen für Schwell.

Budva Old Town
6
Tag 6

BudvaBigova

Nach dem Lärm von Budva ist Bigova das Gegenmittel. Der Ort liegt tief in einem grünen Einschnitt an der Südwestecke der Halbinsel Lustica; der Schlag dorthin sind unkomplizierte zwei Stunden. Hier gibt es fast nichts außer einer Handvoll Häuser, ein paar Fischerbooten und zwei Konobas direkt am Wasser – genau darum geht es. Eine der Bojen bei den Restaurants nehmen oder etwas weiter innen ankern, der Grund hält gut. Wir reservieren gern bei Grispolis, wo die Familie für die eigene Küche fischt und den Tagesfang vor dem Zubereiten an den Tisch bringt, ganz nach Art der Boka. Pod Volatom nebenan macht es genauso und hat seine eigenen Stammgäste. Vom Boot baden, spät essen und in völliger Stille einschlafen.

Unternehmungen

Den Tagesfang in der Konoba Grispolis aussuchen

Bei Pod Volatom direkt am Wasser essen

Im ruhigen, grünen Einschnitt von Bigova baden

Den Fischerbooten beim Einlaufen zusehen

Anlegetipp

Bigova hat acht Muringbojen in drei bis sechs Metern, direkt vor den beiden Restaurants – Tisch reservieren, dann weist der Wirt meist auch eine Boje zu. Sonst nördlich der Bojen auf Sand und Seegras in sechs bis sieben Metern ankern.

Porto Montenegro (Tivat)
7
Tag 7

BigovaPorto Montenegro (Tivat)

Der letzte Schlag ist kurz und ohne Hektik: ein bis zwei Stunden um die Ecke in die Bucht und hinauf nach Tivat. Die meisten Basen wollen das Boot am Vormittag zurück, also die genaue Rückgabezeit am Abend vorher klären und mit Puffer aus Bigova auslaufen. Für ein letztes Bad in einer ruhigen Bucht unterwegs bleibt fast immer Zeit, und die sollte man sich nehmen. Vor der Marina tanken, denn an der Tankstelle steht man in der Hochsaison schnell in der Schlange. Porto Montenegro selbst ist ein schöner Schlusspunkt. Die Uferpromenade ist voller Cafés, und die kleine Marinesammlung mit ihrem alten U-Boot füllt einen Nachmittag gut aus, wenn der Flug erst am nächsten Tag geht. Logbuch abschließen, Salz abspülen und auf eine gut gesegelte Woche anstoßen.

Unternehmungen

Unterwegs ein letztes Bad in einer stillen Bucht

Über die Promenade von Porto Montenegro bummeln

Die U-Boot-Sammlung des Marinemuseums besuchen

Tanken, bevor sich die Schlange bildet

Anlegetipp

Den Tank füllen, bevor ihr in die Marina einlauft, denn an der Tankstelle staut es sich in der Hochsaison. Rückgabetermin und Reinigungsvorgaben am Abend vorher klären, dann bleibt der letzte Vormittag entspannt.

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