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Route · 14 Tage · RundtörnYachtcharter-Route · Ionian

Corfu über Lefkas & Ithaka (14 Days).

Zwei Wochen unter Segeln ab Korfu: Paxos, Antipaxos, Lefkas, Meganisi, Kefalonia und Ithaka, auf dem Rückweg die stillen Diapontia-Inseln.

Die Route

Route Tag für Tag

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Gaios
Tag 1

Corfu (Gouvia Marina)Paxos (Gaios Harbor)

Dreißig Meilen den Kanal von Korfu hinunter nach Gaios, eine venezianische Bucht hinter zwei Inselchen; macht fest, bevor der Nachmittagsandrang kommt.

Distanz

31 NM

Segelzeit

~6,2 h bei 5 kn

Auf einen Blick

Die Route auf einen Blick

Beste Saison

Mai – Mitte Oktober (Hochsaison Jun – Sep, ruhigere Winde)

Dauer

14 Tage

Abfahrt

Corfu

Segelrevier

Ionian

Routenübersicht

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Die ganze Geschichte

Die Reise Tag für Tag

Benannte Ankerplätze, Anlegetipps und Aktivitäten für jede Etappe der Woche — die Karte wandert beim Scrollen mit.

Tag 1 / 14
Gaios
1
Tag 1

Corfu (Gouvia Marina)Paxos (Gaios Harbor)

Legt früh in Gouvia ab und lasst den Südwest einsetzen, sobald ihr die Hafeneinfahrt hinter euch habt. Der Weg den Kanal hinunter ist unkompliziert, und wenn Paxos voraus aufsteigt, wirken die Hänge grüner als erwartet, mit Olivenhainen bis hinunter an den Fels. Gaios ist der Hafen, den alle ansteuern. Zwei flache Inselchen, Agios Nikolaos und Panagia, schirmen die Einfahrt ab und machen daraus einen Kanal, in dem sich kaum zwei Schiffe begegnen können. Die Altstadt legt sich in Stein um das innere Becken, im Grundriss unverändert, seit die Venezianer das Campiello anlegten. Bringt die Leinen fest an und sucht euch dann einen Tisch am Kai. Fragt nach Ladotyri, dem lokalen Käse in Olivenöl, und nach gegrillter Dorade, wenn der Fang des Tages sie hergibt. Der morgige Schlag ist winzig, es gibt also keinen Grund, den Abend abzukürzen.

Unternehmungen

Mit dem Dinghi zum Felsentor von Tripitos

Espresso an der pastellblauen Hafenfront

Ladotyri probieren, den in Öl gereiften Inselkäse

Über das Kopfsteinpflaster zur Panagia-Kapelle

Frisch gegrillte Dorade an der Stadtmole

Anlegetipp

Die Stadtmole bietet Muringleinen und Heckliegeplätze gegen eine kleine Gebühr, mit Wasser am Steg, aber im Hochsommer solltet ihr vor 15:00 Uhr da sein – das Becken ist eng und schnell voll. Nichts mehr frei? Ankert auf Sand in der Bucht Mongonissi ein paar Meilen südlich oder nehmt drüben in Lakka eine freie Boje.

Antipaxos
2
Tag 2

PaxosAntipaxos

Knapp vier Meilen trennen die beiden Inseln, das ist also eher ein Badetag als ein Segeltag. Antipaxos hat weder Hafen noch Übernachtungsmöglichkeit, und genau das hält es ruhiger, als der Andrang anderswo vermuten lässt. Ankert in Vrika oder Voutoumi, beide mit hellem Sandgrund in drei bis sieben Metern und ohne die Krautflecken, die anderswo die Farbe trüben. Das Sonnenlicht kommt direkt vom Grund zurück und liefert genau das Türkis, mit dem die Insel wirbt. Über dem Strand von Voutoumi liegt eine einzelne Taverne mit einer Handvoll Tischen und einer Hummerpasta, um die herum Leute ihren Tag planen. Oberhalb von Vrika keltert ein kleiner Weinberg noch immer Verdea, den bernsteinfarbenen Hauswein, den ihr abgefüllt sonst nirgends findet. Arbeitet euch am Nachmittag die Westküste zurück und schaut in die Klippenhöhlen, bevor das Licht geht und ihr den Anker lichten müsst.

Unternehmungen

Vor Voutoumi ankern und ausgiebig schwimmen

Aufstieg zum Verdea-Weinberg

Hummerspaghetti in der Taverne von Voutoumi

Übers Flachwasser nach Vrika paddeln

Die Klippenhöhlen der Westküste fotografieren

Anlegetipp

Nur Ankern möglich. Vrika und Voutoumi halten beide gut auf Sand in drei bis sieben Metern, übernachten ist aber nicht erlaubt – seid bis zur Dämmerung zurück in Gaios, Mongonissi oder Lakka. Beide Buchten öffnen nach Süden: Ist Südost angesagt, badet früh und zieht weiter.

Lefkas
3
Tag 3

AntipaxosLefkas

Das ist der lange Ritt der zwei Wochen und der einzige Schlag, für den euch das Ionische Meer wirklich arbeiten lässt. Es gibt keinen bequemen Hafen auf halber Strecke, plant also, um acht den Anker zu lichten und die ruhigen Morgenstunden zu nutzen. Lauft zuerst im Windschatten von Paxos nach Süden und biegt dann nach Osten Richtung Kastos oder Kalamos ab, wo Mittagsstopp und Bad fast exakt auf halber Strecke liegen. Der westgehende Thermikwind kommt meist gegen ein Uhr; an den seltenen Tagen, an denen er über achtzehn Knoten drückt, wollt ihr Lefkas schon auf dem Bug haben. Nydri ist unverhohlen ein Arbeitsort für Urlauber, lauter Wassertaxis und Tavernen, die eure Leinen im Schlaf annehmen. Erreicht ihr den Kanal mit Tageslicht im Rücken, zieht auf dem Weg hinein an Skorpios vorbei. Die alte Insel von Onassis spannt noch immer ihr Seil vor den einen kleinen Strand, aber das Wasser vor dem Kap gehört allen.

Unternehmungen

Badestopp vor Kastos oder Kalamos

Am Ankerplatz von Skorpios vorbeiziehen

Sofrito-Kalbfleisch an der Promenade von Nydri

Den Wasserfall-Pfad von Nydri gehen

Kafenio-Kaffee am Kai

Anlegetipp

Die lange Stadtmole von Nydri nimmt über 20 Schiffe mit dem Heck zur Pier (kleine Gebühr, Wasser und Strom), ist in der Saison aber ab vier Uhr voll. Ruhigere Alternativen sind Tranquil Bay eine Meile südlich auf 5–8 m Sand oder die kleine Marina in Vlicho eine weitere Meile weiter.

Meganisi
4
Tag 4

LefkasMeganisi

Nach gestern fühlen sich sechs Meilen wie ein Ruhetag an, und Meganisi ist genau dafür gemacht. Die Insel liegt nur einen eine Meile breiten Kanal von Nydri entfernt und faltet drei tiefe, gut geschützte Buchten in eine Küstenlinie, die man vor dem Mittagessen umrunden könnte. Die Papanikolis-Höhle an der Westspitze ist der naheliegende erste Stopp, ein U-Boot-Versteck aus dem Krieg, mit dem die griechische Marine deutschen Patrouillen auswich, heute ein zehnminütiger Ausflug mit dem Dinghi. Über der Westbucht klettert Spartochori in weißen Terrassen die Klippe hinauf; der Treppenweg belohnt euch mit ganz Lefkas im Rücken. Die Buchttavernen betreiben eigene Bojen, Niagas in Atheni und Errikos in Vathy zum Beispiel, und die Boje ist frei, wenn ihr an Land esst – geht also morgens hoch und reserviert eine. Entscheidet euch früh für eure Bucht. Der Rest des Tages ist Schwimmen, Schnorcheln und sehr wenig tun.

Unternehmungen

Die U-Boot-Höhle Papanikolis beschnorcheln

Die Treppen hinauf ins Dorf Spartochori

Gegrillter Oktopus am Kai von Atheni

Mit dem Dinghi eine Runde um Skorpios

Baden in einer Kiesbucht an der Südküste

Anlegetipp

Vathy, Atheni und Spilia haben alle Restaurantbojen; die Boje gehört euch zum Preis des Abendessens, morgens reserviert. Für einen regulären Liegeplatz hat die kleine Marina in Vathy Muringleinen und eine Gebühr. Der Halt ist auf 4–8 m Sand zuverlässig und der Schutz bei jedem Nordwind hervorragend.

Kefalonia
5
Tag 5

MeganisiKefalonia

Achtzehn Meilen den Sund hinunter bringen euch nach Fiskardo, geduckt unter dem Nordkap von Kefalonia. Als das Erdbeben von 1953 fast jedes Dorf der Insel dem Erdboden gleichmachte, kam dieses davon, und seine Reihe pastellfarbener klassizistischer Häuser rund um ein enges Innenbecken wird seither zu Tode fotografiert. Der Kai ist kostenlos, im August aber gnadenlos; ruft den Hafen vor eins auf Kanal 12 oder ankert eine Meile südlich in der Bucht Foulis auf 4–6 m Sand. Achtet im Becken auf den Schwell vorbeifahrender Yachten. Mit einem Mietwagen erreicht ihr den Aussichtspunkt über Myrtos mit der weißen Kalksteinsichel darunter oder die geflutete Höhle Melissani bei Sami, beides ein leichter halber Tag. Auf dem Wasser gibt das kleine Wrack vor der Bucht Emplisi einen guten Schnorchelgang her. Zum Abendessen Tselenti oben am Hang oder Lagoudera an der Front.

Unternehmungen

Die pastellfarbene klassizistische Uferfront ablaufen

Auffahrt zum Aussichtspunkt über Myrtos Beach

Den unterirdischen See Melissani besichtigen

Das kleine Wrack vor Emplisi beschnorcheln

Sundowner bei Tselenti oben am Hang

Anlegetipp

Die Stadtmole von Fiskardo ist kostenlos, im August aber schon am frühen Nachmittag voll, und der Schwell des Verkehrs macht es lebhaft – ruft den Hafen also vor 13:00 Uhr auf Kanal 12. Die Bucht Foulis eine Meile südlich ist die ruhige Rückfalloption auf 4–6 m Sand mit gutem Halt.

Ithaka
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Tag 6

KefaloniaIthaka (Frikes Harbor)

Frikes ist der am wenigsten besuchte der drei Häfen Ithakas, jener, den Crews auf dem Weg nach Vathy links liegen lassen – fünf Meilen offenes Wasser, und ihr fallt hinein. Es ist zuerst Fischerhafen und erst dann Yachtstopp, mit einer alten Windmühle auf der Landspitze darüber und einer Handvoll Tavernen, deren Küche noch immer kocht, was am Morgen hereinkam. Bestellt Oktopus-Stifado; Symposium und Penelope machen ihn beide gut. Im Landesinneren beansprucht die Grabung bei Stavros die Fundamente des Palasts von Odysseus für sich, und das kleine Museum im selben Dorf ist ehrlich darüber, wie umstritten das bis heute ist. Wenn die Beine mitmachen: Der Ziegenpfad nach Norden nach Kioni braucht etwa fünfundvierzig Minuten pro Richtung und ist sanfter, als die Karte glauben macht. Lasst den Abend unter der Windmühle bei einem Glas Robola ausklingen.

Unternehmungen

Landeinwärts zur Grabung von Stavros gehen

Den Ziegenpfad nach Kioni wandern

Baden in der Bucht Polis südlich des Ortes

Robola-Weinprobe in einem Ouzeri

Sundowner unter der Hafenwindmühle

Anlegetipp

In Frikes liegt man Heck an die Pier am eigenen Anker, kostenlos, aber ohne Versorgung, und es passen nur 8–10 Schiffe hinein – am frühen Nachmittag da zu sein zahlt sich aus. Ist es voll, ist Kioni zwei Meilen südlich ein weiterer freier Kai, oder ihr ankert auf Sand in der Bucht Polis. Der Schutz ist solide, außer bei kräftigem Süd.

Lefkas
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Tag 7

IthakaLefkas (Nidri Port)

Vierzehn Meilen nach Norden im Schutz der Ostküste von Lefkas sind eine entspannte Nachmittagsarbeit und ein guter Punkt, um den Törn zu halbieren. Ist die See freundlich, haltet unterwegs bei Skorpios; der kleine Weststrand ist die einzige Stelle, an der ihr an Land dürft, aber am Kap zu schwimmen stört niemanden. Nydri ist der praktische Stopp der zwei Wochen. Es ist belebt und eine Spur touristisch, und genau das ist der Punkt: Wäscherei, Tankstelle, Supermarkt und Handyladen liegen alle in ein paar hundert Metern vom Kai, die Erledigungen kosten also eine Stunde statt einen Vormittag. Im Juli und August spielen die Mezedopolia an der Front an den meisten Abenden Livemusik, Laouto und Bouzouki, manchmal eine Geige. Sucht euch eines mit Hof nach hinten heraus. Bunkert vor sechs, dann bleibt der Morgen frei.

Unternehmungen

Baden vor dem Kap von Skorpios

Bunkern an der Tankstelle von Nydri

Im Hafensupermarkt Proviant nachlegen

Eine Maschine im Waschsalon laufen lassen

Live-Laouto in einem Mezedopoleio

Anlegetipp

Der Kai von Nydri ist Heck an die Pier gegen kleine Gebühr, mit Wasser, Strom und Diesel direkt daneben, und das Anlegen an der langen Mauer ist einfach – im August ist er aber ab fünf Uhr ausgebucht. Tranquil Bay eine Meile südlich ist die ruhige Übernachtungsoption auf 5–8 m Sand.

Lefkas
8
Tag 8

LefkasParga

Der Tag beginnt mit der Drehbrücke über den Lefkas-Kanal, die jede volle Stunde öffnet – peilt also an, gegen acht die Leinen loszuwerfen und euch früh in die Warteschlange einzureihen; das Wartebecken nördlich davon fasst gut dreißig Schiffe und die Crew dort schleust euch geordnet durch. Draußen baut der Südwest meist einen bequemen Halbwindkurs die Küste von Epirus hinauf auf, vorbei an den Buchten von Sivota Richtung Parga. Der Ort ergießt sich einen Hang hinunter unter einer venezianischen Burg aus dem 14. Jahrhundert, pastellfarbene Häuser gestapelt über einer geschwungenen Bucht. Ankert zum Schwimmen eine Meile westlich vor dem Strand Valtos und verholt danach für die Nacht in den Stadtankerplatz oder an eine Boje vor Krioneri. An der Hafenfront bestellt man Saganaki-Garnelen, und der Aufstieg zu den Burgmauern bei Sonnenuntergang verdient jedes Klischee.

Unternehmungen

Im Flachwasser des Valtos-Strandes schwimmen

Zum Sonnenuntergang hinauf zur venezianischen Burg

Saganaki-Garnelen an der Hafenfront

Durch die laternenbeleuchteten Altstadttreppen streifen

Kaffee im Strandcafé von Krioneri

Anlegetipp

Ankert in der Bucht von Parga auf 5–10 m Sand mit gutem Halt, oder nehmt einen der wenigen Heckplätze an der kleinen Stadtmole. Die Bucht liegt offen nach Süd und Südwest – zieht bei aufkommendem Südwind eine Meile westlich in die Bucht Valtos.

Sivota
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Tag 9

PargaSivota

Vierzehn Meilen weiter nach Norden landet ihr in Sivota – dem auf dem Festland in Thesprotia, nicht dem Namensvetter drüben bei Lefkas, und deutlich kleiner. Der Reiz ist die Blaue Lagune, ein zweihundert Meter breiter Kanal zwischen den Inselchen Mavro Oros und Mourtemeno, in dem das Wasser tatsächlich den unwahrscheinlichen Ton annimmt, den der Name verspricht. Ankert in fünf bis acht Metern Sand vor Bella Vraka für ein langes Bad, mit der Sandbank zwischen den Inselchen als Kulisse, die alle fotografieren. Für die Nacht geht es an die Stadtmole, wo es Wasser, Strom und eine kleine Gebühr gibt und eine Reihe Tavernen ihr Bourdeto, den feurigen Drachenkopf-Eintopf, zum Aushängeschild gemacht hat. Vor dem Essen ist der Kiefernpfad über der Bucht Mega Trafos eine stille Wanderstunde, mit der Bucht, die sich unter euch öffnet. Ein Mastiha auf Eis an der Uferfront rundet es ab.

Unternehmungen

Die Blaue Lagune zwischen den Inselchen beschnorcheln

Bourdeto-Fischeintopf am Kai

Mit dem Dinghi zur Sandbank Bella Vraka

Den Kiefernpfad über Mega Trafos gehen

Mastiha als Absacker an der Uferfront

Anlegetipp

Heck an die Stadtmole gegen kleine Gebühr mit Wasser und Strom, oder ankern vor Bella Vraka auf 5–8 m Sand. Der Platz ist gut vor Nord und Nordwest geschützt und für die Nacht in Ordnung, an Wochenenden aber voll; ruft den Hafen auf Kanal 9, wenn der Kai eng aussieht.

Sagiada
10
Tag 10

SivotaSagiada

Sagiada liegt ungefähr so weit nördlich, wie Griechenland an dieser Küste reicht, achtzehn Meilen hinauf, mit der albanischen Grenze ein paar Meilen weiter und den Feuchtgebieten des Kalamas gleich im Süden. Der Gangwechsel weg von den Marinas Korfus ist der Grund herzukommen: ein Kai voller arbeitender Kaïkia, eine Reihe Ouzeria mit je einem einzigen Tisch und eine Stille, die viel über die Landkarte erklärt. Dieses Ufer war immer der ärmere Nachbar der Insel gegenüber. Vogelbeobachter ziehen im ersten Licht ins Kalamas-Delta, wenn Flamingos und Reiher das Röhricht abarbeiten; ein Bohlenweg führt vom Dorf nach Süden am Reservat entlang. Mit den Transitpapieren in der Hand erreicht ihr die albanische Seite und Butrint, eine der bestbewahrten hellenistischen und römischen Stätten des Mittelmeers, in unter einer Stunde.

Unternehmungen

Vogelbeobachtung im Morgengrauen im Kalamas-Delta

Durch den arbeitenden Kaïki-Hafen gehen

Frische Muscheln in einem Ouzeri am Kai

Hinüber zu den Ruinen von Butrint in Albanien

Sundowner mit Blick auf die albanische Küste

Anlegetipp

Der kleine Fischereikai wird der Reihe nach belegt, ist kostenlos und einfach, dafür aus allen Richtungen hervorragend geschützt. Für die Einreise nach Albanien nach Butrint braucht ihr ein vorab beantragtes Transitlog – reicht es im Marinabüro auf Korfu vor dem Ablegen ein, nicht am Tag selbst.

Ereikoussa
11
Tag 11

SagiadaEreikoussa

Zwölf Meilen vom Festland hinaus heben euch auf die Diapontia-Inseln, ein Trio aus Ereikoussa, Othonoi und Mathraki nordwestlich von Korfu, näher an Italien als an Athen und still auf eine Art, die die große Insel vor Jahrzehnten aufgegeben hat. Ereikoussa ist die kleinste und am leichtesten erreichbar: ein Hafen, ein zedernbeschatteter Strand in Braghini, zwei Tavernen und keine fünfzig Menschen, die hier überwintern. Der Weg hinauf zur Hügelkapelle dauert etwa vierzig Minuten und öffnet an klaren Tagen die ganze Straße von Otranto, mit den albanischen Bergen auf der einen und dem Absatz Italiens auf der anderen Seite. Othonoi, vier Meilen westlich, gibt eine gute Nachmittagszugabe her, mit der sogenannten Calypso-Höhle an der Südküste und einem eigenen kleinen Hafen. Kommt zur Nacht zurück; Raki und Domino im Kafeneio ist hier draußen der Abendausklang.

Unternehmungen

Aufstieg zur Kapelle auf dem Hügel

Faulenzen am zedernbeschatteten Strand von Braghini

Vier Meilen nach Westen nach Othonoi segeln

Bianco, Knoblauch-Fischeintopf, in einer Familientaverne

Später Raki im Kafeneio am Hafen

Anlegetipp

Der Hafenkai von Ereikoussa ist winzig und wird der Reihe nach belegt, sonst ankert ihr auf Sand vor dem Hauptstrand in 4–6 m, geschützt vor Süd und Südost. Diesel gibt es hier draußen nicht und keinen nennenswerten Laden, also füllt Tanks und Proviant vor der Überfahrt in Korfu-Stadt auf.

Kassiopi
12
Tag 12

EreikoussaKassiopi

Zurück auf der griechischen Seite, sechzehn Meilen nach Südosten, legt sich Kassiopi um seine Landzunge unter einer byzantinischen Festung aus dem 13. Jahrhundert. Die Burg ist eine Ruine: Die Venezianer rissen 1386 die oberen Mauern nieder, damit die Genuesen sie nicht wiederverwenden konnten, doch Vorburg und untere Wehrmauern stehen noch und sind ein leichter Spaziergang. Der Dorfkai ist klein, acht oder zehn Schiffe Heck an die Pier am eigenen Anker, und in der Saison ausgebucht – hat euer Agent keinen Platz gehalten, weicht in die Bucht Avlaki eine Meile östlich aus, auf 4–6 m Sand, sicher bei allem außer hartem Nordost. Die Pastitsada oben auf den platanenbeschatteten Plätzen, zimtwürziges Rindfleisch über Bucatini, ist der Teller, den ihr suchen solltet. Wenn die Beine mitmachen, führt der Pfad auf den Pantokrator zum 906 Meter hohen Gipfel mit seinem Kloster, mit Blick hinüber bis Albanien und zurück über Korfu.

Unternehmungen

Die byzantinischen Burgruinen erkunden

Baden am kiesigen Strand Bataria

Den Pantokrator-Wanderweg gehen

Pastitsada-Rind über Bucatini im alten Dorf

Sundowner in der Strandtaverne von Avlaki

Anlegetipp

Der Hafen von Kassiopi ist klein und im Sommer vorbuchenswert, was Charteragenturen meist übernehmen. Gibt es keinen Platz, ist die Standardausweiche die Bucht Avlaki eine Meile östlich, geankert auf Sand in 4–6 m und vor Nord geschützt.

Corfu
13
Tag 13

KassiopiCorfu (Gouvia Marina)

Der letzte Schlag meint es gut mit euch, nur zwölf Meilen die Ostküste hinunter nach Gouvia, der Tag bleibt also größtenteils frei. Hält das Wetter und habt ihr Lust, lohnt der Törn um die Nordwestspitze nach Paleokastritsa einen halben Tag: Kalksteinbuchten bei Agios Spyridon und der Klippenaufstieg zum Theotokos-Kloster, auf der Landzunge, wo Homer den Odysseus bei den Phäaken stranden ließ. Wenn nicht, lauft direkt nach Süden, macht am mittleren Nachmittag fest und nehmt für den Abend ein Taxi in die Altstadt. Die Liston-Arkaden, 1807 unter Napoleon von den Franzosen gebaut, ziehen sich an der Spianada gegenüber der Alten Festung entlang; nehmt einen Tisch auf dieser Seite für Sofrito, in Weißwein und Knoblauch geschmortes Kalbfleisch, und schließt mit einem Kumquat-Likör aus einem der Läden in der N. Theotoki ab. Die Ton-und-Licht-Show in der Festung startet im Sommer gegen neun.

Unternehmungen

Optionales Bad an der Klippenküste von Paleokastritsa

Unter den Arkaden des Liston flanieren

Die Alte Festung bei Sonnenuntergang besichtigen

Sofrito-Kalbfleisch am Liston

Kumquat-Likör aus dem Alten Hafen

Anlegetipp

Gouvia ist der übliche Liegeplatz für die letzte Nacht, mit vollem Service, Diesel längsseits und Taxistand für die Übergabefahrt. Wollt ihr stattdessen in der Stadt essen, ist der NAOK-Kai gegenüber der Alten Festung eine Kurzliegeoption – übernachten kann man dort aber nicht.

Corfu
14
Tag 14

CorfuCheck-out

Die Rückgabe in Gouvia läuft glatt, wenn die Vorbereitung sitzt: Tank-Slot am Vorabend reserviert, Putzfenster mit dem Basisleiter abgestimmt, Papierkram im Büro erledigt. Die technische Abnahme will euch am Samstag um neun längsseits haben. Übrige Stunden danach sind in Korfu-Stadt gut angelegt, eine Viertelstunde mit dem Taxi. An Sommersonntagen wird auf der Spianada – dem größten öffentlichen Platz des Balkans – unterhalb der Alten Festung Cricket gespielt, eine Marotte, die die britische Herrschaft überlebt hat. Im Palast von St. Michael und St. Georg hütet das Museum für Asiatische Kunst die reichste Sammlung chinesischer und indischer Stücke des Landes. Kaffee und Loukoumades unter den Liston-Arkaden bekommt nirgends jemand besser hin. Nehmt vor dem Rückweg zur Marina noch ein Stück Olivenölseife mit; von dort sind es zwanzig Taximinuten bis zum Flughafen-Gate.

Unternehmungen

Cappuccino unter den Arkaden des Liston

Cricket auf der Spianada zuschauen

Das Museum für Asiatische Kunst in Korfu besuchen

Olivenölseife als Abschiedsgeschenk kaufen

Packen und für die Rückgabe klar Schiff machen

Anlegetipp

Das ist eine Übergabe in Gouvia: Bestätigt Tank-Slot und Putzzeit am Vorabend mit dem Basisleiter und habt das Schiff Samstag bis 09:00 Uhr für die technische Abnahme zurück. Der Flughafen liegt etwa zwanzig Taximinuten vom Tor der Marina entfernt.

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