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Route · 7 Tage · RundtörnYachtcharter-Route · Bodrum

Bodrum über Akyaka.

Sieben Tage rund um den Golf von Gökova ab Bodrum: Meereshöhle Mersincik, Azmak-Fluss in Akyaka, Keramos bei Ören und die Bucht von Çökertme.

Die Route

Route Tag für Tag

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Mersincik
Tag 1

BodrumMersincik

Eine entspannte erste Etappe über 15 Meilen von Bodrum nach Süden zur Bucht Mersincik: Granitkulisse, Meereshöhle fürs Kajak, kein Trubel.

Distanz

19 NM

Segelzeit

~3,8 h bei 5 kn

Auf einen Blick

Die Route auf einen Blick

Beste Saison

Mai – Mitte Oktober (Hochsaison Jun – Sep)

Dauer

7 Tage

Abfahrt

Bodrum

Segelrevier

Bodrum

Routenübersicht

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Die ganze Geschichte

Die Reise Tag für Tag

Benannte Ankerplätze, Anlegetipps und Aktivitäten für jede Etappe der Woche — die Karte wandert beim Scrollen mit.

Tag 1 / 7
Mersincik
1
Tag 1

BodrumMersincik

Nach dem Übergabepapierkram aus der Bodrum Marina auslaufen und den Bug nach Südsüdost legen. Fünfzehn Meilen offenes Wasser reichen, um sich am Boot zurechtzufinden, bevor es technisch wird, und am frühen Nachmittag kommen die Wände von Mersincik an Backbord auf – sie bewachen eine Bucht, die du durch eine Lücke im Granit betrittst. Der Anker fällt auf Sand in vier bis sechs Metern; der Grund hält gut, und Schwell folgt dir hier selten hinein. An Land gibt es nichts, und genau darum geht es. Am Ende der Bucht wartet eine flache Meereshöhle aufs Kajak, und die felsigen Ränder verstecken Grotten, für die sich Maske und Flossen lohnen. Vor dem Abendessen steigen wir meist wegen des Lichts auf den thymianbewachsenen Kamm. Den Kühlschrank vorher in Bodrum füllen, denn der nächste Laden ist weit zurück.

Unternehmungen

Mit dem Kajak in die Meereshöhle von Mersincik

Die Granitgrotten nahe der Einfahrt beschnorcheln

Auf den Thymiankamm über der Bucht wandern

Sundowner an Deck in einer bootsfreien Bucht

Anlegetipp

Kostenlos ankern auf Sand in 4–6 m nahe dem Buchtende; der Grund hält verlässlich, und bei üblichem Nordwest bleibt es flach. Kein Kai, kein Wasser, kein Diesel – Tanks und Proviant vorher in Bodrum auffüllen.

Kairos
2
Tag 2

MersincikKairos

Hier muss nichts gehetzt werden. Acht Meilen flaches Morgenwasser bringen dich nach Kairos, eine Falte im Südufer, von der die meisten Crews nie gehört haben. Eine Familie betreibt das einzige Restaurant am Wasser, und ihre Bojen gehören dir für den Preis des Abendessens – also Leine aufnehmen und einrichten. Der Kieselstrand fällt schnell in klares Wasser ab; dahinter klettert ein rauer Pfad zu den umgestürzten Steinen eines lykischen Wachpostens, am besten in der Abendkühle. Mittagessen ist hier einfach: ein Balık Ekmek vom Grill am Kai, mit den Füßen im Meer gegessen, und der Nachmittag darf sich ziehen. Die Nächte sind wirklich still, mit kaum mehr Gesellschaft als der einen oder anderen Möwe und dem Boot, das sanft an der Boje schwoit.

Unternehmungen

In Kairos eine Restaurantboje aufnehmen

Zu den Ruinen des lykischen Wachpostens steigen

Balık Ekmek vom Grill am Kai

Direkt vom Kieselstrand aus schnorcheln

Anlegetipp

Nimm eine der Restaurantbojen und bezahl mit dem Essen an Land; die Bucht ist eng und hält den Nordwind draußen. Sind die Bojen belegt, ankerst du auf Sand und Kies in 4–6 m und gehst rückwärts Richtung Strand.

Karaca
3
Tag 3

KairosKaraca

Nach dem Frühstück raus aus Kairos, zwölf Meilen bis Karaca, einer arbeitenden Bucht, in der die Fischerboote noch immer zahlreicher sind als die Charteryachten. Die Ansteuerung ist grün: Pinien reichen bis ans Wasser, Oleander säumt den Kiesstrand. Wie in den Buchten davor gehören die Bojen dem Restaurant, und das Abendessen sichert dir den Platz. Nimm den Klippenpfad, der sich durch Pinien und Thymian über der Bucht entlangzieht; allein der Duft lohnt den Aufstieg, und der Blick zurück über die ankernde Flotte ist großartig. Gleitest du an den Felsen ins Wasser, hängen dort Mönchsfische im Flachen. Wenn die Fischer einlaufen, kauft dir ein Glas Çay am Kai eine Stunde Gespräch. Bestell die Rotbarbe, schlicht mit Zitrone und Öl gegrillt, und mehr brauchst du an dem Abend nicht.

Unternehmungen

Den Klippenpfad durch Pinien und Thymian gehen

An den Felsen nach Mönchsfischen schnorcheln

Çay mit den Fischern von Karaca trinken

Gegrillte Rotbarbe in der Taverne am Kai

Anlegetipp

Karaca funktioniert wie seine Nachbarn: Restaurantboje aufnehmen, Rechnung beim Abendessen begleichen. Zum Ankern ist wenig Platz – wenn, dann auf Sand in 4–6 m und weg von den Schwojkreisen der Bojen.

Akyaka
4
Tag 4

KaracaAkyaka

Das ist das Ende des Golfs, und der Wind weiß das. Der Gökova-Trichter schiebt an den meisten Sommernachmittagen eine ordentliche Brise durch Akyaka, weshalb die Kite- und Windsurf-Szene hier ihre Basis hat – also die kurzen acht Meilen in der Morgenruhe segeln und festmachen, bevor es einsetzt. Der Ort lohnt die Mühe. Häuser im osmanischen Stil mit geschnitzten Holzbalkonen klettern den Hang hinauf, und der Azmak kommt kalt und glasklar aus den Bergen dahinter. Nimm das Kajak ein paar Kilometer flussaufwärts, vorbei an Reihern im Schilf und, mit Glück und Ruhe, an einem Fischotter. Zurück im Ort findest du eine Lokanta am Flussufer und bestellst Mantı, die kleinen Teigtaschen, ertränkt in Knoblauchjoghurt. Ein lebhafterer Stopp als die Buchten, im besten Sinne.

Unternehmungen

Zwei Kilometer den Azmak hinaufpaddeln

Durch die osmanische Altstadt mit Holzbalkonen

Mantı in einer Lokanta am Flussufer

Den Kitesurfern vor dem Strand zusehen

Anlegetipp

Akyakas kleine Marina nimmt dich rückwärts für rund 60–90 € pro Nacht, im Juli und August besser vorbuchen. Sei am späten Vormittag da: Der thermische Wind baut hier schnell auf, und das Anlegen wird unangenehm, sobald es richtig bläst. Ankern in der Bucht geht auf Sand in 4–6 m, liegt aber offen zur Nachmittagsbrise.

Ören
5
Tag 5

AkyakaÖren

Leinen los, solange es noch ruhig ist, und zwölf Meilen das Südufer hinunter nach Ören. Hinter dem Strand steigen Oliventerrassen an, und nach dem Trubel von Akyaka fällt das Tempo zurück auf Dorfzeit. Der Grund zu bleiben heißt Keramos, eine Stadt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., deren Mauern und Säulentrommeln halb verloren im Gras und in den Wildblumen landeinwärts liegen; geh am Morgen vor der Hitze, dann hast du die Ruinen wahrscheinlich für dich. Trifft dein Timing den Markttag, füllt sich der Platz mit Gewürzsäcken und Stapeln lokaler Keramik, in denen sich das Stöbern lohnt. Mittag ist hier Strandsache, ein Teller vom Mangal und ein kaltes Ayran unter dem Strohschirm. Am Abend zieht der Duft von Lamm mit Kreuzkümmel über der Glut den Sand entlang, und dem entkommt man schwer.

Unternehmungen

Die Keramos-Ruinen aus dem 4. Jh. v. Chr. erkunden

Über die Marktstände von Ören schlendern

Mittagessen am Strand mit kaltem Ayran

Kreuzkümmel-Lamm vom Mangal im Sand

Anlegetipp

Örens kleine Marina ist der günstigste Liegeplatz der Reise, rückwärts für rund 40–60 € pro Nacht. Sie wird weniger voll als Akyaka, ein Anruf in den Spitzenwochen schadet aber nicht. Ankern vor dem Strand auf Sand in 4–6 m funktioniert bei vorherrschendem Nordwest gut.

Çökertme
6
Tag 6

ÖrenÇökertme

Heute eine längere Etappe, fünfzehn Meilen westwärts quer über die Golfmündung nach Çökertme, eine Hufeisenbucht in Pinien gehüllt. Türkische Segler kennen sie aus einem alten Volkslied, und in Sommernächten greift am Kai meist jemand zur Saz und spielt es. Die Bucht läuft nach dem bekannten Boje-gegen-Abendessen-Prinzip, mit einer Handvoll Familientavernen, die sanft um deine Gunst konkurrieren. Bestell Köfte über Olivenholz gegrillt, dann verstehst du das Aufheben. Ende August, wenn die Algen blühen, leuchtet ein Bad vom Heck nach Einbruch der Dunkelheit blaugrün um deine Arme – eines dieser Dinge, die niemand glaubt, bevor er sie gesehen hat. Für die Unruhigen gibt es einen Kammweg durch die Pinien über dem Ankerplatz. Ansonsten ist das eine Bucht, die darum bittet, zu bleiben und sehr wenig zu tun.

Unternehmungen

Nachtschwimmen im leuchtenden Wasser (Ende Aug.)

Köfte über Olivenholz in einer Taverne

Live-Saz-Volksmusik am Kai

Über den Pinienkamm oberhalb der Bucht gehen

Anlegetipp

Dasselbe Spiel wie in den anderen Buchten: Tavernenboje nehmen und mit dem Abendessen bezahlen, was die Restaurants hier ernst nehmen. Ankern geht ebenso, auf Sand in 5–7 m vor dem Strand, und das Hufeisen hält dich sicher vor Norden. An Augustwochenenden wird es voll, also am späten Nachmittag da sein, um einen guten Platz zu bekommen.

Bodrum
7
Tag 7

ÇökertmeBodrum

Die letzte Etappe sind entspannte fünfzehn Meilen zurück nach Bodrum, und es gibt keinen Grund zur Eile. Wenn die Crew mitmacht, noch einmal vor Çökertme ankern für ein Morgenbad, dann Kurs West auf die Marina. Ruf am Vortag an, um den Übergabetermin festzumachen, und geh vor dem Anlegen an Mooringleinen an der Tankstelle bei der Hafeneinfahrt vorbei. Ist das Boot verstaut, gehört der Nachmittag dem Land. Die Burg St. Peter bewacht den Hafen von einem Fundament aus dem fünfzehnten Jahrhundert und beherbergt heute das Museum für Unterwasserarchäologie, gut eine Stunde wert. Danach verlierst du dich im Basar und feilschst um Leder und Safran. Beende die Reise richtig, mit einem Drink in einer Meyhane am Hafen, während die Sonne hinter den Masten versinkt.

Unternehmungen

Die Burg St. Peter aus dem 15. Jh. besichtigen

Im Basar um Leder und Safran feilschen

Letztes Bad vor Çökertme im Morgengrauen

Sonnenuntergangsdrink in einer Meyhane am Hafen

Anlegetipp

Die Bodrum Marina nimmt dich rückwärts an Mooringleinen, in der Hochsaison rund 80–130 € pro Nacht. Bestätige die Übergabezeit 24 Stunden vorher mit der Basis und halte an der Tankstelle bei der Einfahrt zum Volltanken, bevor du in deine Box gehst.

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