Brittany & Atlantic
Route · 7 Tage · RundtörnYachtcharter-Route · Brittany & Atlantic

Le Crouesty über Belle-Ile (Le Palais) & Houat.

Sieben Tage von Le Crouesty durch den Golf von Morbihan nach Vannes, Houat, Belle-Île und Hoedic: autofreie Inseln, Tidenkanäle, bretonische Häfen.

Die Route

Route Tag für Tag

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Houat
Tag 1

Le CrouestyIle aux Moines

Mit dem auflaufenden Wasser aus Le Crouesty heraus und mit der Tide hinauf in den Golf zur autofreien Ile aux Moines.

Distanz

4 NM

Segelzeit

~0,8 h bei 5 kn

Auf einen Blick

Die Route auf einen Blick

Beste Saison

Mai – Oktober

Dauer

7 Tage

Abfahrt

Le Crouesty

Segelrevier

Brittany & Atlantic

Routenübersicht

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Die ganze Geschichte

Die Reise Tag für Tag

Benannte Ankerplätze, Anlegetipps und Aktivitäten für jede Etappe der Woche — die Karte wandert beim Scrollen mit.

Tag 1 / 7
Houat
1
Tag 1

Le CrouestyIle aux Moines

Vor Port-Navalo verengt sich die Einfahrt in den Golf, und der Strom setzt dort kräftig durch. Deshalb laufen wir meist etwa eine Stunde nach Niedrigwasser aus Le Crouesty aus und lassen uns von der Flut hineintragen. Zwei bis drei Knoten unter dem Kiel machen kurzen Prozess mit der Passage. Drinnen wird das Wasser glatt, und ringsum öffnen sich die Inseln. Die Ile aux Moines liegt ungefähr in der Mitte des Golfs, ihre beiden Besucherstege schwimmen frei vor dem Ufer. Autos gibt es hier keine. Am Hafen ein Fahrrad leihen und den Weg nach Süden durch den Bois d'Amour zur Pointe de Brouël nehmen, wo die Ile d'Arz flach gegenüber liegt. Der Dolmen des Pierres Plates lohnt einen kurzen Spaziergang. Zurück in Port Blanc beschließen ein Teller Austern und ein kühler Muscadet den Tag.

Unternehmungen

Mit dem Rad durch den Bois d'Amour zur Pointe de Brouël

Den Dolmen des Pierres Plates besuchen

Austern zurück in Port Blanc essen

Den Weg zur Pointe du Trec'h zu Fuß gehen

Anlegetipp

Die beiden Besucherstege haben keine Landverbindung, kommt also mit eigenem Wasser autark an. Am äußeren Ende des südlichen Stegs fällt die Tiefe auf knapp 1,6 m, bei Springniedrigwasser deshalb lieber weiter innen festmachen oder eine der Golf-Mooringbojen vor Port Blanc nehmen.

Vannes
2
Tag 2

Ile aux MoinesVannes

Vannes versteckt sich am Ende eines schmalen Flusses, und hinein kommt man nur ein paar Stunden vor und nach Hochwasser. Von diesem Zeitfenster aus plant ihr rückwärts. Wir gehen meist so früh Anker auf, dass wir die Drehbrücke Kérino mit auflaufendem Wasser erreichen, und motoren dann gemächlich den Kanal hinauf, vorbei an Liegern und Schilfufern. Die Schleuse hält das Innenbecken auf gut zwei Meter, dort steht also Wasser, selbst wenn der Golf draußen trockengefallen ist. Der Lohn ist ein Liegeplatz mitten in der Stadt. Vannes hat seine Stadtmauern behalten, die alten Waschhäuser an der Marle und ganze Gassen schiefer Fachwerkhäuser. Zur Cathédrale Saint-Pierre und zur Markthalle La Cohue sind es ein paar Minuten zu Fuß. Bunkert hier: Der Markt ist gut, die Läden sind nah.

Unternehmungen

Stadtmauer und die Waschhäuser an der Marle ablaufen

Die Cathédrale Saint-Pierre in der Altstadt ansehen

Durch die Markthalle La Cohue bummeln

Auf dem Stadtmarkt von Vannes proviantieren

Anlegetipp

Das Innenbecken ist nur etwa 2,5 bis 3 Stunden vor und nach Hochwasser zugänglich, und davor liegen erst eine Drehbrücke, dann eine Schleuse. Meldet euch vorab per UKW bei der Capitainerie und legt die Fahrt durch den Kanal auf das letzte Stück der Flut.

Houat
3
Tag 3

VannesHouat

Das ist der längste Tag, deshalb legen wir gern früh vom Steg ab und verlassen den Golf mit dem Ebbstrom. Der Kanal an Port-Navalo vorbei läuft schnell, wenn die Tide mitgeht, und man wird förmlich in die Bucht von Quiberon hinausgespült. Von dort sind es rund zwölf Seemeilen offener Raumschotkurs bis Houat. Die Insel ist ein flacher Rücken aus Granit und Ginster mit einem einzigen kleinen Dorf. Die Boote sammeln sich in der Rade de Houat, der sandigen Reede an der Nordseite, oder an den Bojen vor Saint-Gildas. Der Magnet ist Treac'h er Goured, ein zwei Kilometer langer Bogen weißen Sandes am Ostende. Mit dem Beiboot anlanden und die Düne entlanggehen. Beachtet: Vor diesem Strand ist das Ankern im markierten Kabelfeld verboten.

Unternehmungen

Mit dem Beiboot an Treac'h er Goured anlanden

Den zwei Kilometer langen Dünenbogen ablaufen

Durch das einzige Fischerdorf von Houat schlendern

Über den Sandbänken der Rade schwimmen

Anlegetipp

In der Rade de Houat auf Sand ankern, mit gutem Abstand zum markierten Kabelfeld vor Treac'h er Goured, wo Ankern verboten ist. Das Bojenfeld vor Saint-Gildas ist im Juli und August schnell voll, wer eine Boje will, sollte am frühen Nachmittag da sein.

Belle-Ile (Le Palais)
4
Tag 4

HouatBelle-Ile (Le Palais)

Belle-Île liegt nur einen kurzen Schlag südlich von Houat, nah genug, dass der Tag ohne Hetze abläuft. Le Palais kündigt sich von weitem an: Die mächtige sternförmige Citadelle Vauban wacht über der Hafeneinfahrt. Drinnen liegt der größte Hafen der südlichen Bretagne und im Hochsommer einer der vollsten. Rechnet damit, an den Reihenmuringen im Päckchen zu liegen, drei oder vier Boote nebeneinander. An Land lebt die Stadt von Fähren und Urlaubern, hat aber echtes Rückgrat. Die Zitadelle besichtigen, Räder oder einen Roller mieten und hinaus an die wilde Westküste. Die Aiguilles de Port-Coton, die Felsnadeln, die Monet gemalt hat, sind die Fahrt wert. Proviantieren ist hier einfach, mit richtigen Läden und einem Morgenmarkt nahe dem Kai.

Unternehmungen

Die Citadelle Vauban über dem Hafen besichtigen

Mit dem Rad zu den Aiguilles de Port-Coton

Hinaus zur Grotte de l'Apothicairerie fahren

Auf dem Morgenmarkt am Kai einkaufen

Anlegetipp

Le Palais legt Gäste an Reihenmuringen, mehrere Boote im Päckchen an einer Leine, also große Fender raus und auf Nachbarn einstellen. Im Juli und August ist es der belebteste Hafen der Gegend: vorher anfunken oder früh ankommen. Die äußeren Plätze bekommen den Schwell der Fähren ab.

Sauzon
5
Tag 5

Belle-Ile (Le Palais)Sauzon

Sauzon liegt keine fünf Seemeilen um die Inselspitze herum, es eilt also nichts. Es ist alles das, was Le Palais nicht ist: klein, ruhig, hübsch anzusehen, eine Reihe pastellfarbener Häuser, die von einem schmalen Einschnitt aufwärts steigen. Der Hafen fällt im hinteren Teil trocken, deshalb nehmen die meisten Gäste eine Mooring zwischen zwei Bojen im tieferen Fahrwasser und gehen mit dem Beiboot an Land. Den Nachmittag verbringt man zu Fuß. Die Stände am Kai machen Galettes, Waffeln und Bellilois-Cidre, mit dem Hafen unter sich. Zu Fuß oder mit dem Rad hinaus zur Pointe des Poulains, wo Sarah Bernhardt ein Haus hatte und ein kleiner Leuchtturm die Nordspitze der Insel markiert. Zum Abendessen zurück an den Westkai, wenn das Licht über dem Wasser weich wird.

Unternehmungen

Galettes und Cidre am Kai essen

Zum Leuchtturm an der Pointe des Poulains laufen

Sarah Bernhardts Haus auf der Klippe ansehen

Am Westkai des Hafens zu Abend essen

Anlegetipp

Der innere Hafen von Sauzon fällt trocken, nehmt also lieber eine Mooring zwischen den Bojen im tieferen Fahrwasser, statt ganz nach hinten zu fahren. Die Einfahrtsrinne führt rund 3 m Wasser; schaut in den Tidenkalender, bevor ihr euch für einen Platz nahe dem trockenfallenden Teil entscheidet.

Sauzon
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Tag 6

SauzonHoedic

Der Schlag nach Hoedic führt gut zwölf Seemeilen nach Nordosten über offenes Wasser, schaut also auf den Wetterbericht: Bei frischem Westwind baut die Bucht eine kurze, steile See auf. Die Insel selbst ist winzig, flacher und wilder als ihre Nachbarn, umgeben von Dünen und hellen Stränden, mit einem einzigen Weiler in der Mitte. Port de l'Argol nimmt euch an Reihenmuringen auf, drei Boote an einer Leine, und nur kleinere Yachten passen hinein. An Land hat man in ein, zwei Stunden zu Fuß fast alles gesehen. Hinaus zum alten Fort d'Hoedic, in der Kapelle vorbeischauen und sich an der Ostküste einen Strand ganz für sich suchen. Am Hafen gibt es ein paar einfache Lokale, aber nehmt Vorräte mit, das Angebot hier ist dünn.

Unternehmungen

Hinaus zum Fort d'Hoedic wandern

Die Inselkapelle und den Weiler besuchen

Einen leeren Strand an der Ostküste finden

In einem kleinen Bistro am Hafen essen

Anlegetipp

Port de l'Argol bietet Reihenmuringen an Bojen für Boote bis etwa 14 m Länge und 2 m Tiefgang, die meisten Charteryachten passen also. Der Hafen ist klein und beliebt: in der Saison früh ankommen und darauf gefasst sein, dicht neben anderen Yachten an derselben Leine zu liegen.

Belle Ile
7
Tag 7

HoedicLe Crouesty

Der Heimweg ist ein unkomplizierter Raumschotkurs über die Bucht von Quiberon, rund fünfzehn Seemeilen zurück zur Halbinsel Rhuys. Legt es so, dass ihr die Golfeinfahrt mit der Flut erreicht oder wenigstens bei Stillwasser; gegen den vollen Ebbstrom vor Port-Navalo anzukämpfen ist zähe, nasse Arbeit, die man sich mit etwas Planung spart. Wenn der Tag es gut meint und ihr früh dran seid, bleibt Zeit, vor dem Strand von Port-Navalo zu ankern oder ein letztes Mal im Lee von Méaban den Anker fallen zu lassen. Le Crouesty ist eine große, gut geschützte Marina, bei fast jedem Wetter leicht anzulaufen. Diesel und Wasser auf dem Weg zum Liegeplatz auffüllen und das Schiff so hinterlassen, wie ihr es selbst vorfinden möchtet.

Unternehmungen

Vor Port-Navalo für ein letztes Bad ankern

Die Golfeinfahrt auf die Flut legen

Vor der Rückgabe des Bootes bunkern

Beim Einlaufen auf das Méaban-Feuer achten

Anlegetipp

Plant die Golfeinfahrt bei Stillwasser oder mit der Flut; bei Ebbe setzt der Strom vor Port-Navalo mit bis zu 3 kn gegen euch. Die Tankstelle von Le Crouesty liegt nahe der Einfahrt, bunkert also, bevor ihr euch zu eurem zugewiesenen Steg zurückarbeitet.

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